Vor dem Start der Quads und ATV, die am frühen Sonntagmorgen um 8.30 uhr auf die Piste gelassen werden sollten, gab es schon reichlich Diskussionsbedarf. Das Rennen der Side-by-Side-Fahrzeuge, von denen neun Stück auf die Piste gegangen waren, hatte schon für enorme Staubentwicklung gesorgt. Trotzdem waren sich die Verantwortlichen letztlich einig, dass man die Vierradfraktion über ihre eineinhalb Stunden Renndistanz schicken könnte. Gestartet wurde wie bekannt in mehreren Wellen und zuerst gingen die Pro-Piloten auf die Strecke. Schon nach wenigen Metern zeigte sich, dass es für die Fahrer alles andere als einfach werden würde, den Durchblick zu behalten, denn die Staubentwicklung war doch nicht ganz ohne.

018

Nicht mit von der Partie waren die Top-Fahrer vom Saisonauftakt, der Titelverteidiger Max Freund und der Vizemeister Kevin Ristenbieter. Beide waren bei der Motocross DM in Schopfheim am Start, ein Termin, der sich leider mit der Deutschen Cross Country-Meisterschaft überschneidet. Damit ging der Dritte der 2010er Meisterschaft, Frank Geiling natürlich als klarer Favorit ins Rennen. Und dieser Rolle wurde der STW-Polaris-Pilot auch gerecht, allerdings nur eine Runde lang. Dann streikte seine Maschine, Geiling stand minutenlang am Streckenrand und nahm dann mit fast einer Runde Rückstand die Verfolgung der Spitze auf. Und dort hatte sich erst einmal RMX-Racing-Team-Chef  Florian Meier festgesetzt. Mit dem zweifachen Endurance-Day-Iron-Man Michael Grimm im Nacken fuhr Meier eine halbe Stunde lang das Rennen seines Lebens und legte ein Tempo vor, dass ihm manch einer so nicht zugetraut hatte. erst eine "Blasen-Schwäche" konnte Meier einbremsen. "Die Strecke war schon ganz schon zerbombt und ich hatte am Ende Eurostück große Blasen an beiden Handflächen und gerade bei den schnellen Abwärtspassagen Tränen in den Augen", so Meier nach dem Rennen. Der "eiserne" Grimm hingegen schien nur auf seine Chance gewartet zu haben, zog an Meier vorbei und konnte sich nun beste Chancen auf den Sieg ausrechnen. Doch daraus sollte nichts werden. "erst war die Brille Defekt und ich musste raus, mir eine neue holen, was schon mächtig Zeit gekostet hatte." Trotzdem fuhr Grimm wieder bis auf Platz zwei nach vorn, doch einige Runden vor Rennende hatte er sich gleich zwei Plattfüsse eingefangen und die Felgen ruiniert. Ein Sturz vor ihm bremste ihn zusätzlich ein und am Ende reichte es nur zu Platz vier. Den Sieg holte sich letztlich Andre Sitzler vor Richard Zimmermann. Dritter wurde Sandy Schulze.

020

In der Klasse der Sportfahrer war wieder einmal das größte Fahrerfeld am Start. Immerhin 28 Starter waren angetreten. Favorit war natürlich Udo Bauerfeind. Der KTM-Pilot hatte den Saisonauftakt in Walldorf scheinbar nach Belieben dominiert und das erste Rennen der Saison mit riesigem Vorsprung gewonnen. Doch ganz so einfach sollte es bei der Staubschlacht von Marisfeld nicht werden. Bauerfeind hatte mächtig zu kämpfen und der Zweite von Walldorf saß ihm dicht im Nacken. Beim Saisonauftakt hatte Suzuki-Pilot Patrick Seibold im Ziel noch eine Runde Rückstand. Diesmal war es am ende nur etwas mehr als eine halbe Minute Vorsprung für Bauerfeind und bei den kommenden Rennen dürfte es spannend werden. Platz drei ging in Marisfeld an Rene Mutic. Als letzte mit den Podiumskandidaten in einer Runde wurde Yvonne Röhrl abgewunken.

005

In der ATV-Klasse schaute wieder alles auf Can-Am-Werkspilot Dirk Peter, der schon beim Saisonauftakt den ersten Sieg eingefahren hat. Sein ärgster Konkurrent Nico Richter hatte in Walldorf mehr mit technischen Problemen, als mit der Konkurrenz zu kämpfen und wollte nun in beim zweiten Meisterschaftslauf attackieren. Und es lief zumindest zu Beginn des Rennens nicht schlecht für den Privat-Fahrer, der wie Dirk Peter auf einer Can-Am Renegade unterwegs ist. "Ich stand gleich zu Beginn mal im Stau hinter den Sportquads, weil die Sicht teilweise gleich Null war, aber dann konnte ich mein Rennen fahren und kam eigentlich ganz gut zu recht. Doch nach etwa der Hälfte des Rennens war dann Schluss, Richter fiel mit Plattfuss aus. Derweil drehte Peter an der Spitze seine Runde, der Pole Kamil Wisniewski, der schon in Walldorf mit einem starken zweiten Platz auf sich aufmerksam gemacht hatte, war der einzige der den Speed des amtierenden Meisters mitgehen konnte. Gefährden konnte er den weiteren Vormarsch des Titelverteidigers jedoch zu keiner Zeit. Peter fuhr nach 16 Runden den zweiten sicheren Sieg im zweiten Rennend er Saison ein. Wisniewski war der einzige Fahrer, der gemeinsam mit Peter in einer Runde abgewunken wurde. Dritter mit einem Umlauf Rückstand wurde Mit Nico wiesel ein weiterer Can-Am-Treiber.
Erst auf dem achten Platz kam die erste Nicht-Can-Am ins Ziel. Jörg Thielicke hatte es mit seiner Grizzly auf 13 Runden gebracht. Sein Sohn Max Thielicke, der zuletzt immer wieder mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht hatte, hatte seine Grizzly schon nach einer Stunde abstellen müssen. Er hatte sich einen Vorderreifen komplett von der Felge gezogen.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.