
Nur eine Woche nach dem Super Bowl mit dem Sieg der Seattle Seahawks herrschte beim Gastspiel der AMA Supercross Meisterschaft eine energiegeladene und erwartungsfrohe Atmosphäre.
Die Streckenbauer leisteten Arbeit in Rekordzeit, in nur rund 30 Stunden entstand nach der Feier des Siegerteams eine anspruchsvolle Strecke, auf der die Fans packendes Racing präsentiert bekamen. In einem unterhaltsamen 450ccm Finale sichert sich Eli Tomac seinen dritten Saisonsieg.
Das Rennen begann mit Holeshot-Sieger Cooper Webb an der Spitze. Tomac und KTM-Teamkollege Aaron Plessinger nahmen die Verfolgung auf, dahinter Chase Sexton, Ken Roczen und Serienleader Hunter Lawrence. Webb konnte seine Führung behaupten, während Tomac sich schließlich auf Platz zwei und Roczen auf Platz drei einreihten.
Es dauerte nicht lange, bis das Führungstrio bei weichen, ausgefahrenen und technisch anspruchsvollen Bedingungen den Rhythmus fand und einen deutlichen Vorsprung auf das restliche Feld herausfahren konnte. Tomac verkürzte den Rückstand und setzte Webb zur Hälfte des Rennens unter Druck. Mit einem entschlossenen Manöver überholte er Webb, kaperte die Führung und baute seinen Vorsprung auf mehrere Sekunden aus.
Lawrence und Roczen kollidieren
Überrundete Fahrer ließen Webb bis auf eine Sekunde herankommen, doch Tomac baute den Vorsprung erneut aus und beendete so die Angriffe. Hinter dem Füherungsduo geriet Roczens dritter Platz unter Druck von Lawrence. Der Australier stürmte nach einem frühen Fehler nach vorne und war auf dem besten Weg zu Rang drei, bis er in der Sandsektion aggressiv agiert, mit Roczen kollidiert und beide Fahrer zu Fall bringt. Justin Cooper erbte den dritten Platz (erstes Saisonpodest), während Lawrence als Vierter im Ziel seine Tabellenführung verteidigt.
Tomac holt seinen 56. Karrieresieg mit 9,2 Sekunden Vorsprung vor Webb, der seinen dritten Podestsplatz in Folge feiert.
Roczen fährt abgeschlagen als Zehnter ins Ziel. Bitter für den 31-Jährigen, der mit einem Sieg in seinem Vorlauf seine starke Form untermauerte. Nach Punkten hält sich der Rückstand an der Spitze der Meisterschaft aber noch in Grenzen: 1. Lawrence 124 P., 2. Tomac 123, 3. Roczen 113, 4. Webb 113.
Eli Tomac: "Seattle war wie immer. Es ist eine schwierige Strecke, auf der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Ich habe mir das Beste für den Schluss aufgehoben. Im Finale hatte ich meinen besten Start und meine beste Fahrt. Ich habe einige Linien optimiert und verschiedene Sprungkombinationen ausprobiert. Typisch Seattle eben. Eine der schwierigsten Strecken des Jahres. Ich bin froh, sie gemeistert zu haben."
Der Lauf der 250ccm Westküstenasse diente als letzter Akt vor dem Start der Ostküstenmeisterschaft am kommenden Wochenende. Das Finale lieferte ein packendes Duell zwischen Tabellenführer Haiden Deegan und Lokalmatador Levi Kitchen. Deegan stürmte nur wenige Minuten nach Beginn an die Spitze. Kitchen startete derweil eine fulminante Aufholjagd und kämpfte sich bis zur Hälfte des Rennens von Platz fünf auf zwei vor. Die bekannte Rivalität zwischen Deegan und Kitchen erreichte prompt ihren Höhepunkt mit vier Führungswechseln.
Kitchen baute schließlich einen Vorsprung von mehreren Sekunden auf, doch die sich verschlechternde Strecke und der zunehmende Verkehr überrundeter Fahrer zwangen die beiden Kontrahenten zu wechselnden Spuren. Deegan zeigte Geduld, schloss wieder auf und konnte nach einem Fehler seines Gegners gut zwei Minuten vor Schluss die Führung zurückerobern.
Angefeuert vom Publikum kämpfte Kitchen sich zurück, doch Deegan konterte mit einem Last-Minute-Überholmanöver. Der Titelverteidiger holt seine fünften Sieg in Folge mit 1,5 Sekunden Vorsprung vor Kitchen.
Ergebnis 450ccm
Ergebnis 250ccm Westküste
Punktestand 450ccm
Punktestand 250ccm Westküste
Ergebnis 450ccm
Ergebnis 250ccm Westküste
Punktestand 450ccm
Punktestand 250ccm Westküste



