roczen houston

Ken Roczen zeigt sich in Houston gut erholt von seinem achten Rang in der Vorwoche. Der Suzuki-Star holt beim ersten Triple Crown Event der Saison einen Laufsieg und hat den Speed zu gewinnen. Im Titelkampf bleibt der Publikumsliebling voll dabei, aber Roczen hatte allen Grund mit gemischten Gefühlen aus Texas abzureisen.

In der Pressekonferenz nach dem Rennen sprach er offen über seine Enttäuschung. Der Laufsieg zu Beginn habe "hohe Erwartungen" geweckt. Doch in den beiden folgenden Läufen fehlten dem 31-Jährigen die Starts, um sofort vorne mitzufahren. Im zweiten Rennen hielt ihn Justin Cooper lange auf.

"Ich kann mich über ein Podium nie beschweren", so Roczen, "aber es ist bittersüß, weil der Gesamtsieg so nah war." Am Ende fehlte ein Überholmanöver. Roczen musste zu Beginn des entscheidenden Heats eine kritische Situation meistern, als Cooper Webb den Zieljump nicht springen konnte. Danach blieb er hinter seinem Teamkollegen Jason Anderson hängen.

Schließlich triumphierte Webb mit einem Punkt Vorsprung auf Hunter Lawrence und den punktgleichen Roczen.

Kritik an der Strecke im NRG Stadium

Im Gespräch mit Steve Matthes für www.racerxonline.com geht Roczen ins Detail. "Das hätte mein Abend sein können. Der Punkteswing wäre riesig gewesen.“ Trotzdem betonte er, dass er mit 12 Punkten Rückstand auf Eli Tomac ruhig bleiben müsse.

Roczen kritisierte die Streckencharakteristik. Die hohen Geschwindigkeiten, die steilen Tabletops und die ´Banana Jumps´ hätten das Risiko erhöht und Überholmanöver erschwert. Die Spurrillen zogen sich bis in die Absprünge, was das Timing unberechenbar machte. "Das heute war wirklich schwierig."

Zum Format äußert sich Roczen nüchtern: Die kurzen Pausen seien extrem fordernd und die Fahrer würden Triple Crowns nicht unbedingt mögen. "Aber die Fans lieben es - und das gehört dazu."

Sowohl unmittelbar nach dem Remmen wie auch im Interview betont Roczen die außergewöhnliche Leistungsdichte im Feld der 450ccm Asse. Tomac, Webb, Lawrence, Sexton, Anderson – jeder könne an jedem Abend gewinnen. "Es gibt keinen klaren Favoriten. Aber genau das macht es spannend.“




Foto: Chase Lenneman


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