anderson seattle

Weltmeister Jason Anderson macht eine Pause vom Supercross Racing, um sich für unbestimmte Zeit auf persönliche und familiäre Themen zu konzentrieren. Es wurde jetzt bekannt, dass der Teamkollege von Ken Roczen im Dezember wegen häuslicher Gewalt verhaftet wurde. Anderson hatte am Wochenende bereits das Rennen in Daytona verpasst.

Inzwischen scheint gesichert, dass der Staat Florida in dem Fall keine Anklage erhebt.  Das Team gibt seinem Fahrer den Freiraum, den er benötigt: "Pipes Motorsports Group erklärt, dass Jason Anderson sich aus persönlichen, familiären und gesundheitlichen Gründen für unbestimmte Zeit vom Supercross-Wettbewerb zurückziehen wird. Diese Entscheidung wurde gemeinsam von Jason und seinem Management-Team in Abstimmung mit der Organisation getroffen. Pipes Motorsports Group respektiert die Privatsphäre von Jason und seiner Familie und unterstützt seine Entscheidung vollumfänglich. Zum jetzigen Zeitpunkt werden keine weiteren Erklärungen abgegeben."

Anderson Ist der US Supercross Champion 2018 (Husqvarna) und Nachfolger von Ryan Dungey, der den Titel 2015 bis 2017 gewann. "El Hombre" wechselte 2022 zu Kawasaki und für diese Saison schließlich zu Suzuki. Im Herbst wurde er prompt FIM Superpcross Weltmeister. Der 33-Jährige ist Profi seit 2011. Im Jahr davor erhielt er den Nicky Hayden Horizon Award als eines der größten US Amateurtalente.

Volle Aufmerksamkeit für die Familie

Anderson erklärt sich wie folgt: "Ich möchte mich direkt zu der jüngsten Situation äußern. Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln und es tut mir aufrichtig leid, dass ich meiner Frau und meiner Familie so viel Schmerz zugefügt habe. Wir bitten um Wahrung unserer Privatsphäre, da ich mich jetzt ganz auf meine Familie konzentrieren muss. Ich ziehe mich auf unbestimmte Zeit zurück, um ihnen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken und der Ehemann und Vater zu sein, den sie verdienen."

Sein Team hatte vor wenigen Wochen die Nachricht wegstecken müssen, dass bei Team Manager Larry Brooks Krebs diagnostiziert wurde. Brooks hatte sich optimistisch geäußert: "Die Prognose ist extrem positiv". Auch in seinem Fall hatte ihm die Pipes Motorsports Group volle Rückendeckung zugesichert.

Ken Roczen sprach erst letzten Monat emotional über sein Verhältnis zu Brooks: "Da mein Vater ja nicht da ist, spreche ich fast jeden Tag oder jede Woche mit ihm, natürlich über Rennen und so. Aber er kann wie ein Vater für mich sein. Und das Lustige ist, die Beziehung zwischen Larry und mir ist, dass er ein bisschen wie ein Vater für mich ist, obwohl mein Vater nicht da ist, falls das Sinn ergibt. Er ist so authentisch. Und mein Plan ist, dass ich ihn jedes Mal, wenn ich auf der Strecke bin, stolz machen will, stolz auf uns alle. Es fühlt sich einfach ein bisschen geehrt an, für ihn fahren zu dürfen, wegen seiner Vergangenheit mit Champions und all den Fahrern, die er vertreten und mit denen er so tolle Sachen gemacht hat."

 

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