
Die FIM Supercross-Weltmeisterschaft 2026 ist mit sofortiger Wirkung beendet. Von fünf geplanten Rennen fand bisher nur der Lauf in Kanada statt. Die zweite Runde im englischen Birmingham wurde bereits im September abgesagt. Nun trifft es auch die Veranstaltungen in Argentinien, Australien und Südafrika.
Der Promoter SX Global schreibt in einer Pressemitteilung: "World Supercross führt weiter fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen Investoren über die Zukunft der Serie. Während diese Gespräche andauern, wurde die Entscheidung getroffen, die laufende Saison zu beenden."
Weiter geht es in der SX Global-typischen Tonlage: "Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Wir sind weiterhin fest von der Rennserie, ihrem weltweiten Potenzial und der Möglichkeit überzeugt, auf dem bisher Erreichten aufzubauen. Wir bleiben optimistisch, dass die laufenden Gespräche zu einem positiven Ergebnis führen und eine solide Basis für die Zukunft der Meisterschaft schaffen werden."
Für SX Global wirkt dies wie eine faktische Kapitulation. Die Hintergründe bleiben vorerst im Dunkeln. Für die Fans und die lokalen Veranstalter in den jeweiligen Ländern ist das bitter, aber ganz besonders für die sieben Teams und deren Fahrer, die auf den Wettbewerb, Rennpraxis und nicht zuletzt auf Einnahmen in diesem Herbst hingearbeitet haben.
Die 2022 neu belebte FIM Supercross-WM schien eigentlich auf dem Weg zu mehr Stabilität. Letztes Jahr konnte man erstmals eine WM-würdige Saison mit fünf Rennen auf fünf Kontinenten veranstalten, jetzt die Absage. Wie und ob es weitergeht, ist eine von vielen offenen Fragen.
Stay tuned.
Foto: Chase Lenneman
Foto: Chase Lenneman



