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Das Monster Energy Yamaha Rallye-Werksteam revanchiert sich für eine desaströse Rallye Dakar mit einer starken Leistung in Kasachstan. Ross Branch (Botswana) gewinnt den Auftakt der FIM Cross Country Rallye WM vor dem Österreicher Matthias Walkner. Adrien van Beveren komplettiert das Podest.

Branch übernahm am Ende der turbulenten dritten Etappe die Gesamtführung und verteidigte diese bis ins Ziel. Zu Beginn hatte der 35-Jährige bereits einen Tagessieg verbucht.

Ross Branch: "Alles in allem war es eine phantastische Woche in Kasachstan. Ich bin happy mit dem Sieg. Vor dem Rennen fokussierte ich mich auf die Navigationsarbeit und das hat hier funktioniert. Ich eröffnete Etappen und blieb vorne dabei. Mehr kann ich nicht erwarten. Das Ziel war (heute), die Führung zu halten. Ich machte einen guten Job, dann wurde die Abschlussetappe gekürzt. Es ist gut, wieder Rennen zu fahren. Das Team hat toll gearbeitet am Bike."

Matthias Walkner war enttäuscht, dass er nach fast 15 Stunden Fahrzeit den Sieg nur um wenige Minuten verpasste. Aber das ist immer noch viel besser als der Nackenschlag für Sam Sunderland. Der Brite hatte sich die dritte Etappe gesichert und ging mit rund 15 Minuten Rückstand in den Finaltag. Aber Sunderland stürzt früh in der Wertungsprüfung und bricht sich die Hüfte. Dazu kommt eine Gehirnerschütterung. Nach 150 km wurde die Etappe schließlich wegen Organisationsproblemen mit dem Tankstopp abgebrochen.

Der Amerikaner Skyler Howes holt zwei Etappensiege. Aber wie auch Sebastian Bühler und anderen Fahrern bereitet dem US Boy der zweite Teil der Marathonetappe am Mittwoch größte Probleme mit dem Hinterradreifen. Kein Wunder bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h.

Die betroffenen Piloten kassierten sechs Stunde Strafe, falls sie die an Marathontagen verbotene Hilfe von außen in Anspruch nahmen. Dazu noch eine Stunde on top für den Wechsel des Reifens. Nach neuem FIM Reglement müssen sich die Teams bei der Abnahme auf den Hinterradreifen festlegen.

Bühler beendet die Rallye als Dreizehnter. Sein Hero-Teamkollege Joaquim Rodrigues gewinnt die Schlussetappe vor Branch und Daniel Sanders.



Endstand nach 5 Etappen

1. Ross Branch, BWA, Yamaha 14:39:02 Std
2. Matthias Walkner, AUT, KTM +5:07 Min
3. Adrien Van Beveren, FRA, +10:16 Min
4. Daniel Sanders, AUS, GasGas +31:34
5. Andrew Short, USA, Yamaha +32:21
6. Luciano Benavides, ARG, Husqvarna +42:28
13. Sebastian Bühler, GER, Hero +8:48:16
14. Skyler Howes, USA, Husqvarna +11:12:35