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Jeremy Seewer und das Red Bull Ducati Factory MXGP Team verkündeten am Mittwoch die Trennung. Der italienische Motorradhersteller startete sein MXGP-Projekt, um auch neben der Straße ein konkurrenzfähiges Produkt bereitstellen zu können. Schon von Anfang an war MXGP-Legende Antonio Cairoli in die Entwicklung des Bikes involviert. Mit ihm und Alessandro Lupino wurde über mehrere Jahre ein Bike entwickelt, das den Markt umkrempeln sollte. Als Alleinstellungsmerkmal sorgte die desmodromische Ventilsteuerung, die durch ihre mechanische Führung im Offroadsport eine funktionierende Option sein könnte.

Der Anfang

Nachdem das Bike für die WM bereit genug war, wurde mit dem italienischen Maddii-Team eine Basis geschaffen und 2025 erstmals international voll angegriffen. Davor gab es bereits 2024 zwei Gastspiele in Arnhem (NEL) und Cozar (SPA). Als Fahrer konnte man Multi-Vizechampion Jeremy Seewer gewinnen, der bei seinem vorherigen Arbeitgeber Kawasaki nicht sonderlich zufrieden schien.

Saison 2025

Im ersten vollen Jahr gelang dem jungen Team in der Schweiz ein beeindruckendes Podium. Seewer als Schweizer vor den Schweizer Fans – eine beeindruckende Szene und ein Erfolg für das Projekt. Nur drei Events später kam der nächste dritte Platz in Frankreich zustande. Die Entwicklung und Forschung lief, die Ergebnisse kamen und dann von einem Tag auf den anderen: Absturz. Nach dem Frankreich-GP (9. von 20 Events) schien nichts mehr zu laufen. Es gab keine guten Ergebnisse mehr, im besten Fall waren sie mittelmäßig im Bereich der Top 10. Oftmals aber auch weit dahinter.

Das Ende

Für 2026 war das Team noch einmal ganz anders aufgestellt. Teamboss Luis Vosters gab Fantic Factory Racing ab und öffnete Ducati seinen extrem professionellen Workshop in den Niederlanden. Zusätzlich kamen mit Andrea Bonacorsi und Calvin Vlaanderen zwei erfahrene MXGP-Fahrer dazu.

Die Hoffnung, dass Jeremy Seewer in der neuen Saison wieder angreifen kann, verpuffte zügig. Von 360 möglichen Punkten sammelte der Schweizer nur 34 und liegt damit auf Gesamtrang 22. Somit war wohl für den eigentlichen Straßenmotorradhersteller das Fass übergelaufen und eine sofortige Trennung die beste Lösung.

Statement
Ducati dankt Jeremy – mit ihm hat der italienische Hersteller im Jahr 2025 zwei Podiumsplätze erzielt und dabei den dritten Platz in Frauenfeld (Schweiz) sowie in Ernée (Frankreich) belegt. Ducati wünscht ihm alles Gute für den weiteren Verlauf seiner Karriere.

 

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