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Das Finale der AMA Pro Motocross Championship auf dem Ironman Raceway in Crawfordsville lieferte einen würdigen Schlusspunkt unter die Saison 2026. Im Mittelpunkt stand das Duell der Honda-Teamkollegen Hunter und Jett Lawrence. Die australischen Brüder waren mit lediglich einem Punkt Unterschied in die letzte Runde gegangen.

Nach zwei turbulenten Rennläufen durfte Hunter Lawrence schließlich über seinen ersten Titel in der 450er-Klasse jubeln. Jorge Prado gewinnt beide Läufe und feiert damit seinen ersten Gesamtsieg in den USA.

Bereits im Qualifying unterstrich Prado seine Ambitionen mit der Bestzeit. Im ersten Lauf bestätigte er anschließend sein Tempo. Prado übernahm früh die Führung und setzte sich im Verlauf des Rennens von der Konkurrenz ab.

Dahinter wurde der Titelkampf dramatisch. Hunter Lawrence erwischte zunächst den Holeshot, musste aber Haiden Deegan passieren lassen. Als Deegan direkt vor ihm stürzt, kann Lawrence nicht mehr ausweichen. Beide Fahrer gingen zu Boden und fanden sich anschließend am Ende des Feldes wieder.

Lawrence zeigte jedoch Nervenstärke. Der dreifache 450ccm Vizechamp kämpfte sich Runde für Runde nach vorne und beendete den ersten Lauf schließlich auf Rang acht. Sein Bruder Jett hatte seine eigenen Probleme, weil er sich seinen vor Weihnachten verletzten Fuß verdrehte. Der Titelverteidiger schleppte sich mit Schmerzen als Elfter ins Ziel.

Prado-Premiere und eine knappe Entscheidung

Im zweiten Lauf setzte erneut Prado die Pace. Hunter musste nach einem kleinen Fehler jedoch einige Positionen abgeben. Jett arbeitete sich dagegen nach vorne und belegte am Ende Rang drei im letzten Wertungslauf der Saison unmittelbar hinter Deegan. Sein älterer Bruder fuhr als Vierter ins Ziel – genau das knappe Ergebnis, das er für den Titel benötigte.

Mit 474 Punkten beendet Hunter Lawrence die Meisterschaft schließlich zwei Zähler vor Jett. Wie im letzten Jahr stehen die Brüder an der Spitze der MX-Tabelle. Hinter Prado komplettieren RJ Hampshire und Cooper Webb das Podium. Für Webb war es zugleich ein Abschied, da er  seinen letzten regulären Einsatz in der Pro Motocross Championship absolvierte.



In der 250er-Klasse fiel die Titelentscheidung bereits im ersten Lauf. Cole Davies ging mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf Levi Kitchen in das Finale und musste damit vor allem den Titel sicher nach Hause bringen. Davies hielt sich zunächst in der Spitzengruppe und beendete den ersten Lauf auf Rang drei. Für Kitchen nahm das Finale dagegen eine dramatische Wendung: Nach einem Sturz musste er das Rennen vorzeitig beenden. Damit war die Meisterschaft entschieden – Davies holt sich in seinem erst zweiten Profijahr nach dem Supercross- auch den Outdoortitel.

Der 19-jährige Teenager ist der erste Neuseeländer in der 250ccm Pro Motocross Serie und der drittjüngste Fahrer überhaupt, der in einer Saison sowohl den Supercross- als auch den Outdoor-Titel gewinnt. Der Titel in der kleinen Klasse geht das dritte Jahr in Folge an Yamaha.

Das Beste also zum Schluss für Red Bull KTM

Den Tagessieg schnappt sich Prados Teamkollege Julien Beaumer (2-1) vor Chance Hymas (1-2) und Ryder DiFrancesco (7-3). Kitchen trat zum zweiten Lauf nicht mehr an. Ganz bitter: der Kawasaki-Pilot fällt in der Meisterschaft noch hinter Beaumer zurück auf Rang drei.

Bei den Frauen gewinnt Lachlan Turner (Yamaha) ihren dritten Titel in Folge, also zumindest hier bleibt der Titel in den USA. Die Australierin Charli Cannon wird mit zwei Laufsiegen im Finale Vizemeisterin.



Ergebnis 450ccm

Ergebnis 250ccm

Punkte-Endstand 450ccm

Punkte-Endstand 250ccm


Bleibt abschließend festzuhalten, dass die US Profis genau wie 2021 und 2023 ein weiteres Mal bei der Titelvergabe in beiden Klassen leer ausgehen. In der 250ccm Kategorie stehen hinter Davies zumindest vier US Namen in den Top 5.




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