
Ricardo Bauer holt sich in Uddevalla den Titel in der EMX125 Zweitakt-Europameisterschaft. Mit einem perfekten Wochenende auf der schwedischen Traditionspiste macht der Teenager schon vor dem Saisonfinale alles klar.
Das österreichische Ausnahmetalent lässt in beiden Läufen nichts anbrennen. Dem Start-Ziel-Sieg am Samstag in Lauf eins lässt er eine weitere Galavorstellung am Sonntagmorgen folgen. Mit seiner dominanten Fahrt setzt der KTM-Pilot die Kirsche auf die Torte.
Nach der Verletzung seines Teamkollegen Moritz Ernecker hatte Bauer die Meisterschaftsführung im Juli übernommen. Ernecker hatte davor vier der ersten sechs Saisonstationen gewonnen. Bauer seinerseits feierte vor Schweden bereits Siege in der Schweiz, in Frankreich, in Portugal und England. Macht bei neun Rennen neun Siege für die Alpenrepublik. Außerdem krönte sich Bauer in Tschechien im Juli zum 125ccm Junioren-Weltmeister.
Ricardo Bauer: "Mir fehlen die Worte. Ich möchte meinem Team, meinen Sponsoren, meinem Trainer, meinem Dad und meiner ganzen Familie danken. Wir hatten eine harte Saison, aber jetzt haben wir die Junioren‑WM und die EMX‑Europameisterschaft gewonnen. Ich bin wirklich happy."
Moritz Ernecker (13-10) meldet sich in Uddevalla zurück von seiner bei der Junioren-WM erlittenen Beinverletzung. Erneckers Chancen auf den Vizetitel bleiben mit dem Ergebnis intakt. Die Motocross-Fans in Österreich und darüber hinaus dürfen sich auf das freuen, was die beiden Jungstars in der Zukunft noch zeigen werden. Vermutlich nächstes Jahr in der EMX250.
Max Meyer (DNF-16) landet in Uddevalla auf Gesamtrang 20, Mark Tanneberger bleibt ohne Punkte (31.).
Garcia unmittelbar vor Titelgewinn
In der EMX250, wo noch zwei Rennen auf die Fahrer warten, macht der Spanier Francisco Garcia unterdessen den nächsten Schritt Richtung Titel. Der Kawasaki-Pilot fehlte in Belgien, hat aber bei seinen letzten EM-Starts neun Laufsiege in Folge erreicht. Garcia siegt vor dem Briten Joe Brookes und dem Italiener Francesco Bellei. Oscar Luis Romberg und Linus Jung verpassen die Top 20.
Foto: Juan Pablo Acevedo



