
Die Strecke in Budapest war technisch anspruchsvoll und sorgte die ganze Nacht über für Chaos, aber Bolt fuhr eine kontrollierte und saubere Runde, „die sichere Option“, wie er sagte, und erzielte mit 32,012 die schnellste Rundenzeit, als es darauf ankam.
Trotzdem wurde der erste Lauf schon eine Herausforderung für den Champion: Beim Startduell mit Jonny Walker verloren die beiden Briten einige Zeit auf die beiden Stark-Fahrer Eddie Karlssson und Toby Martyn, die die Spitze übernahmen. Der US-Amerikaner Cooper Abbott war ebenfalls mit von der Partie und fuhr als Gast statt auf (s)einer gewohnten Kawasaki auf der GasGas vom X-Grip Racing-Team. Als Bolt dem Führenden Martyn näherkam, behinderten diesen die überrundeten Fahrer und nach seinem Sturz konnte Bolt dann die Führung übernehmen. Martyn fuhr aber wie elektrisiert und kämpfte gegen Mitch Brightmore um letztlich seinen zweiten Platz ins Ziel zu retten.

Mit einem fast fehlerfreien Lauf kam der Deutsche Tim Apolle in diesem ersten Lauf auf einen siebenten Platz.
Harry Edmondson holte sich den Holeshot im zweiten Lauf, dem Reverse-Grid-Rennen, während Diogo Vieira die erste Runde anführte. Bolt blieb cool, wählte seine eigenen Linien, um schnell den dritten Platz zu erreichen, und übernahm dann vor Ablauf der zweiten Runde die Führung. Brightmore machte ähnliche Fortschritte bis auf den zweiten Platz, konnte aber den Rückstand nicht aufholen, sodass Bolt einen komfortablen Sieg einfuhr.
Walker blieb nach dem Start im ersten Baumstammabschnitt hängen, stieg dabei von seiner Triumph ab und startete als Letzter in die Runde, kämpfte sich aber in einem weiteren hart umkämpften Rennen auf den dritten Platz vor, was ihm später in der Gesamtwertung half.
Im dritten Lauf holte sich Mitch Brightmore den Holeshot, aber Bolt überholte ihn früh und schien erneut auf dem Weg zu einem klaren Sieg zu sein. Ein Sturz von Bolt in der Mitte des Rennens in den Felsen ermöglichte Brightmore das Vorbeiziehen und die Chance auf seinen ersten Sieg. Während Brightmore Runde um Runde absolvierte, schienen der Verkehr und das Ausbleiben blauer Flaggen eine Rolle zu spielen.
Zwei Runden vor dem Ziel wurde Brightmore von den Felsen ausgebremst, und Bolt nutzte dies aus und konnte aufschließen. Bei der nächsten Gelegenheit machte der Titelverteidiger einen Blockpass, und fuhr mit einem weiteren Sieg zu einem perfekten Abend und einem Vorsprung von 63 Punkten in der Gesamtwertung. Brightmore sicherte sich den zweiten Platz vor Walker auf Platz drei, obwohl der Triumph-Fahrer erneut hart arbeiten musste.
Der Abend endete für das Stark-Team mit einer Enttäuschung, als Karlsson seinen Teamkollegen Martyn (Bild oben) „ausschaltete“ und ihm damit einen möglichen Podiumsplatz in der Gesamtwertung kostete.Von den KTM-Werksfahrern waren weder Weltmeister Manuel Lettenbichler (noch verletzt und angeschlagen und in Erwartung der Vaterschaft) noch Champion Josep Garcia (der wollte ohnehin nur „reinschnuppern“ und bereitet sich jetzt auf die Outdoor-Saison vor) am Start.
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Junioren-Weltmeisterschaft

Milan Schmuser überwand einen frühen Fehler im ersten Lauf und schlug Manuel Gomez, während Toby Shaw nach einem Sturz in der ersten Runde Dritter wurde. Im zweiten Lauf holte Gomez den ersten SuperEnduro-Sieg für Stark, nachdem er Shaw hinter sich gelassen hatte, während Schmuser im dritten Lauf zurückschlug und einen weiteren Sieg einfuhr. Eine rote Flagge entschied über die endgültige Reihenfolge, sodass Gomez hinter Schmuser Zweiter und Shaw Dritter wurde. Schmuser führt die Meisterschaft nun schon mit 53 Punkten Vorsprung an.
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Youth-Weltmeisterschaft

Der erste Lauf verlief chaotisch mit mehreren Stürzen und einer roten Flagge, bevor die Ergebnisse bestätigt wurden. Der zweite Lauf brachte weitere Dramatik, als Eneko Martinez nicht starten konnte und der frühe Führende Walczak von Tomas Merasicky überholt wurde. Conner Watson holte sich schließlich den Sieg, trotz Verwirrung um den Führenden und einer zusätzlichen Runde. Walczaks Ergebnisse sicherten ihm den Gesamtsieg vor Watson, Max Eppleman wurde Dritter.
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Europacup
Eric Miguel und Norbert Zsigovits lieferten sich im ersten Lauf ein Duell, bevor Miguel sich von einem Fehler erholte und gewann. Er wiederholte dies im zweiten Lauf, als seine Rivalen früh stürzten, und holte sich einen weiteren Sieg, während Zsigovits das heimische Publikum mit dem zweiten Platz begeisterte.Bester Deutscher wurde Florian Görner, der erstmals auf der Rieju für das Team von Offroadracing Pilzangetreten war und sich über das Last-Chance-Rennen qualifizierte: „Das ist zwar auch eine 300er, aber trotzdem ganz was Anderes -ich bin noch nicht so viel damit gefahren und das war jetzt das erste Mal mit den anspruchsvollen Hindernissen. Doch es ging von Durchgang zu Durchgang besser,“ freute er sich trotz zweier „blöden Stürzen“ über seinen neunten Platz im ersten Lauf und dann sogar seinem vierten Platz im Zweiten: „Ich bin in der ersten Kurve gleich vor auf Platz zwei, hatte mich da gut durchgemogelt. Dann die ganze Zeit auf Platz zwei gefahren und in der letzten Runde das Ding leider noch weggeschmissen…“ In der Meisterschaft rutschte er damit auch noch auf Platz 7 nach vorne und wird auf alle Fälle beim Finale in Frankreich mit am Start stehen.
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