Der fünffache Weltmeister Billy Bolt krönte das SuperEnduro in Riesa, den zweiten Lauf dieser Weltmeisterschaft, mit einer erneuten Dominanz in allen Läufen. 
Doch langweilig war es deswegen auf der abwechslungsreichen Strecke in der WT Endergiesysteme Area trotzdem nicht!

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Schon bei der Superpole, die direkt nach der spektakulären Eröffnungsfeier gestartet wurde holte er den ersten Sieg. Dabei war der Husqvarna-Fahrer nach dem Zeittraining nicht der Schnellste gewesen: Tatsächlich war Jonny Walker auf der Triumph ein klein bisschen schneller gewesen. In der Superpole allerdings scheiterte der Brite an der Auffahrt zu der Brücke, wo er wenige Sekundenbruchteile verlor und ohne Punkte blieb. 
Allerdings setze sich Josep Garcia außerordentlich in Szene und holte da den zweiten Platz vor Mitch Brightmore...

Im ersten Lauf gibt es gleich an der ersten Kurve mit der Betonröhre als Hinderniss einen Stau aus dem sich Tim Apolle sogar als Dritter ins Feld schmuggeln kann. Der Deutsche beendet den Lauf dann allerdings auf dem achten Platz. 
Ganz vorne fuhr erwartungsgemäß Billy Bolt, doch er hatte Walker auf den Fersen - und dieser nutzte dann einen Moment und übernahm sogar die Führung. "Ich hatte mich eigentlich gut hinter Walker gefühlt," meinte der Husqvarna-Fahrer anschießend. Trotzdem startete Bolt zwei Runden vor Schluss im Steinfeld eine Harakiri-Aktion mit der er sich an dem Triumph-Piloten vorbei quetschte. Als Walker dann auch noch hängen bleibt, wird der Abstand größer und und er hat keine Chance mehr. Wenn Bolt nicht gedacht hätte, dass das Rennen schon zu Ende wäre, obwohl noch eine Runde zu fahren war. Ganz entspannt rollte er über die Ziellinie, als er seinen Fehler realisierte. Da war Walker allerdings schon wieder auf Schlagdistanz herangekommen, doch bis ins Ziel machte Bolt keinen Fehler mehr. Garcia kam hinter Eddi Karlsson auf den dritten Platz.

Im zweiten Lauf brauchte der Titelverteidiger trotz umgekehrter Startaufstellung nur zweieinhalb Kurven, bis er an der Spitze war. Dahinter wurde es allerdings höchst interessant, weil zunächst Manuel Lettenbichler die Chance genutzt hatte und sich auf dem zweiten Platz festgesetzt hatte. Walker brauchte ein wenig bis er in der Spitzengruppe war, doch zunächst machte Lettenbichler keine Fehler. Dann aber konnte der Brite vorbeigehen, hatte aber keine Chance noch zu Bolt aufzuschließen. 
Karlsson kam auf dem vierten Platz mit viel Vorsprung vor Garcia, während Apolle auf Rang neun landete. 
Höchst eindrucksvoll war, wie die Top-Fahrer das Hindernis der Betonröhre in der Kurve nutzten, um schräg angefahren, auf dem Motorschutz zu rutschen und zu drehen, und so die Kurve schon zur Hälfte absolviert zu haben. 

Beim finalen, dritten Lauf gewinnt Bolt erneut den Start, während Garcia auf dem zweiten Platz ist. Doch innerhalb der ersten Runde kann Walker an dem Spanier vorbeigehen. Doch das hält nicht lange, denn Walker geht gleich zweimal zu Boden und beendet den Lauf nur auf dem fünften Platz! Karlsson stürzt auch im Steinfeld und verliert viel Zeit und einige Plätze und wird nur Achter.
Garcia fährt sicher durch, holt sich den zweiten Platz im Lauf und den dritten Platz in der Tageswertung hinter Walker: "Ich wollte eigentlich nur mal ausprobieren, wie das so ist beim SuperEnduro. Aber in Polen habe ich gemerkt, dass das nicht so einfach ist und ich mehr Erfahrung brauche. Deshalb bin ich überglücklich heute auf dem Podium zu stehen. Beim nächsten Lauf im spanischen Bilbao, werde ich natürlich auch noch mal am Start stehen, danach muss man erst mal sehen."

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Tim Apolle wurde im letzten Lauf Zehnter und Neunter in der Tageswertung. In der Meisterschaft verbesserte er sich als bester Beta-Fahrer auf den zehnten Rang vor Alfredo Gomez, der mit dem sehr flüssigen Parcour nicht so gut zurecht kam.  

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Junioren

Bei den Junioren gab es für die Deutschen Fans doppelt Grund zur Freude: der Tagessieg ging an Milan Schmüser, der die WM nun mit guten Vorsprung anführt. Gleichzeitig stand aber mit Henry Strauß auf dem dritten Platz in der Tageswertung noch ein weiterer Deutscher auf dem Podium. 

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Schmüser kam zwar im ersten Lauf als Schnellster vom Start weg, war aber nach der ersten Kurve nur noch Vierter. Das dauerte aber nicht lange, denn wie das Messer durch die Butter fuhr er in zwei Runden auf seinem Weg zur Führung. Dann allerdings ein Sturz: "Ausgerechnet in der Sandkurve - ich habe diesen Wettbewerb dreimal im Sand gelegen, ausgerechnet, wenn man doch wie ich aus dem Norden und aus sandigen Strecken kommt," verzewifelte der Norddeutsche anschließend. 
Dass er es aber grundstätzlich noch gut kann, bewies er dann im zweiten Lauf, wo er, trotz der umgekehrten Startaufstellung, in zwei Runden vom fünften auf den ersten Platz vorfuhr und keine weiteren Fehler machte. Landsmann Henry Strauß rutschte in dieser Zeit vom zweiten auf den vierten Rang zurück. Doch der KTM-Fahrer kämpfte weiter und beendete den Lauf dann doch auf dem zweiten Platz. 
Im dritten Lauf bewies Schmüser dann große Nervenstärke: Von Beginn an in Führung setzte ihm der Sieger des ersten Laufes, Toby Shaw, mächtig zu. Der Brite verfolgte den Beta-Fahrer in kurzer Distanz, so dass jeder Fehler zum Überholmanöver geführt hätte. Doch der Deutsche ließ sich einfach nicht aus der Ruhe bringen und so musste Shaw am Ende Schmüser ziehen lassen. 

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Strauß (Bild oben) wurde im letzten Lauf Vierter und konnte damit noch auf das Podium der Tagessiegerehrung klettern. Europameister Fynn Hannemann wurde Tages-Zehnter vor Cross-Spezialist Maximilian Spieß. Der meinte, dass er zu hohe Ziele gehabt hätte und deshalb zu agressiv gefahren sei. Das hätte ihn eine bessere Platzierung gekostet.

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Youth-Cup

Schon im zweiten Jahr ist die Klasse Youth für 14- bis 18-Jährige mit 125-ccm-Zweitaktern. Hier klang zum ersten Mal beim SuperEnduro die österreichische Nationalhymne bei einer Siegerehrung: Luca Kropitsch holte sich in den beiden Läufen Platz zwei und eins, während der Pole Wojtek Walczak Platz eins und zwei holte und weil bei Punktgleichheit der bessere letzte Lauf zählt, gewann der Österreicher. Walczak führt aber die WM weiterhin mit einem Punkt Vorsprung an. 

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Bastian Serlitzky war der einzige Deutsche, der sich für die Läufe qualifiziert hatte - mit vier Fahrern punktgleich landete der aber nur auf dem 14. Platz in der Tageswertung. 

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Europameisterschaft

Wie bei der Youth-Klasse gingen auch die beiden Läufe in der Europameisterschaft "Unentschieden" aus. Den ersten Lauf gewann Norbert Zsigovits nach schlechtem Start vor seinem ungarischen Landsmann Mark Szöke und dem Spanier Eric Miguel. 
Den zweiten Lauf gewann Miguel vor Szöke und Zsigovits, also genau andersherum. Weil Zsigvits und Miguel punktgleich waren entschied der bessere letzte Lauf und den hatte der Spanier gewonnen. 

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Miguel (Bild oben) führt auch weiterhin die Meisterschaft vor den beiden Ungarn Szöke und Zsigovits an.
Bester Deutscher wurde Florian Görner auf dem siebten Tagesrang, der sich erst im "Last Chance"-Lauf mit einem Start-Ziel-Sieg für die Rennen qualifizieren konnte. 
Pascal Sadecki wurde punktgleich mit Edward Hübner (es gilt der bessere letzte Lauf) Zehnter. 

Ergebnisse

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Die elfte Auflage des SuperEnduros in Riesa war erneut ein besonderer Höhepunkt: Die Strecke war zwar anspruchsvoll aber auch ungewohnt flüssig zu fahren. In der ausverkaufen Halle herrscht die beste Stimmung, woran die beiden langjährigen Sprecher, Uwe Buchholz und Sebastian Wolter, sicher nicht ganz unschuldig waren. 
 
Die SuperEnduro-WM wird schon in 14 Tagen, am 17. Januar in Spanien fortgesetzt


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