
Am dritten Tag ging es ins große Finale – das Mountain Race! Hier hieß es vor allem für Manuel Lettenbichler, die Stürze und das technische Pech der vergangenen Tage abzuschütteln und endlich wieder um P1 zu kämpfen. Doch hierfür hieß es für ihn vom Start weg mit Vollgas und dem Messer zwischen den Zähnen loszulegen. Warum? Wie bereits berichtet (LINK), wurde er von seinem gestrigen fünften Platz beim Forest Race wegen einer 10-minütigen Zeitstrafe nach hinten auf den 15. Platz zurückgestuft. D. h., er musste sich aus dem Mittelfeld nach vorne arbeiten, was die Anspannung im Kampf um den Sieg nicht gerade verminderte. Immerhin geht es in der WM um seinen nun schon 6. Weltmeistertitel – und diesen möchte sich auch ein Manuel Lettenbichler definitiv nicht entgehen lassen.

Wie üblich hat sich das Sea to Sky den schwierigsten Teil für den Schluss aufgehoben. Die 64 Kilometer lange Strecke mit 16 Checkpoints verlangte den Piloten erneut das Äußerste ab beim Aufstieg zum Gipfel des Olymps (Tahtalı) auf einer Höhe von 2365 Metern.

Lettenbichler war mit einem unglaublichen Tempo aus dem Mittelfeld heraus am Beackern der Pfade, Steinfelder und Anstiege, bis er schlussendlich die gesamte Konkurrenz überholt hatte. An der Spitze angekommen, gab es einen engen Fight mit Teodor Kabakchiev. Doch Lettenbichler konnte sich auf den anspruchsvollsten Abschnitten des Anstiegs vom Bulgaren nach und nach absetzen und seine ganze Klasse zeigen.

Der Bayer überquerte die Ziellinie in einer Stunde, 40 Minuten und einer Sekunde mit mehr als vier Minuten Vorsprung auf seine Verfolger und lieferte damit ein extrem starkes Statement im Kampf um den Weltmeistertitel ab, was nach dem Desaster der letzten zwei Tage definitiv notwendig war.

Manuel Lettenbichler: „Heute wollte ich unbedingt den Sieg, aber ich war mir nicht ganz sicher, wie es ausgehen würde. Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen inneren Schweinehund überwinden und mein Bestes geben musste. Insgesamt war es ein Auf und Ab für mich: Fünfter beim Beach Race und dann hatte ich beim Forest Race noch ein paar Bremsprobleme und bekam auch noch eine Zeitstrafe, was mich auf den 15. Platz zurückschleuderte. Aber die ganze Zeit über wusste ich, dass ich mich auf dem Motorrad gut fühlte und dass ich mich gleich zu Beginn in eine gute Position bringen musste. Als ich dann schlussendlich tatsächlich die Führung übernehmen konnte, gab es zwar mit Teo noch einige Battles aber ich konnte mich von ihm lösen und frei auf mein Tempo fahren. Ich bin begeistert wie zum Schluss doch noch alles rund lief und mit diesem Ergebnis sollte in der Gesamtwertung weiterhin alles möglich sein."

Damit ist alles für den 5-fachen Weltmeister angerichtet, um beim letzten Lauf in Spanien seinen sechsten Weltmeistertitel dingfest zu machen – weiter so wir drücken dir die Daumen!
VIDEO HIGHLIGHTS
Weitere deutsche Fahrer:
- 38. Matthis Millich (CP14)
- 43. Vinzenz Paulus (CP13)
- 59. Johannes Obermaier (CP13)
- 71. Kai Haase (CP13)
- 179. Eva Täuber (CP10)
Ergebnisse – Mountain Race - TOP 15

Ergebnisse – Mountain Race - TOP 42

Tabellenstand nach dem 7. Lauf (Sea to Sky) der Weltmeisterschaft

Weiter geht es zum großen Finale vom 23. bis 25. Oktober in Spanien beim 24MX Hixpania Hard Enduro.
Erstes E-Bike im Zeil beim Sea to Sky (Graham Jarvis - THE GOAT)













Bilder: FIM Hardenduro, Sea To Sky



