Am ersten Tag beim siebenten Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft im walisischen Rhayader gewann Zachary Pichon nicht nur den vorabendlichen Prolog, sondern auch noch am ersten Fahrtag die E2-Klasse. Damit rückt der Franzose so dicht an Titelverteidiger Andrea Verona heran, dass beim letzten Lauf des Tages nur noch entscheidend ist, wer vor dem Anderen ins Ziel kommt.
Schützenhilfe bekam der TM-Fahrer von dem Briten Nathan Watson, der an diesem Tag hinter Pichon mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung auf das Podium kletterte und sich damit in der E2-Meisterschaft genau zwischen die beiden Protagonisten gesetzt hatte und damit Verona Punkte gestohlen.  

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Auf dem Weg zum WM-Titel?

Den Gesamtsieg hatte sich (wieder einmal) Titelverteidiger und vorzeitiger GP-Champion Josep Garcia geholt. Der hatte beim Prolog zwar nur den zweiten Platz hinter Pichon belegt, was ihm aber reichte, um die Jahres-Gesamtwertung in dieser Kathegorie auch noch zu gewinnen!
Mit einem Sieg beim Extreme Test setzte er sich mit drei Sekunden Vorsprung vor Zach Pichon auf der TM durch, während Steve Holcombe vom Sherco Racing Factory Team bei seinem Heim-Grand-Prix auf Platz drei lag.

Als Schnellster beim anschließenden Enduro Test und zweiten Cross Test zum Abschluss der ersten Runde baute Garcia diesen Vorsprung auf fast 13 Sekunden aus und wurde von da an nie wirklich ernsthaft herausgefordert. Er baute seinen Abstand weiter aus und fuhr schließlich mit einem souveränen Vorsprung von 34 Sekunden zum Sieg. Damit sicherte er sich seinen 49. Sieg in der EnduroGP-Klasse und stärkte seine Hoffnungen, die Saison 2026 am Sonntag mit 50 Karrieresiegen in der EnduroGP-Kategorie abzuschließen.

Hinter Garcia verteidigte Pichon seine Position auf dem zweiten Platz perfekt. Obwohl er Garcias Vorsprung nicht ganz verkürzen konnte, war der Franzose im Cross Test zweimal der Schnellste. Mit dem zweiten Platz rückt der TM-Fahrer einen Tag vor Saisonende sogar auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung vor.

Der Kampf um den letzten Platz auf dem Podium war zwischen Holcombe auf der Sherco und Nathan Watson auf der Beta hart umkämpft. Holcombe hatte den größten Teil des Tages die Oberhand, doch am Nachmittag begann Watson, sein Tempo zu steigern. Stetig kam er seinem Landsmann näher und holte sich den Platz auf dem Treppchen mit weniger als einer Sekunde vor dem Sherco-Fahrer.

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In der Enduro3-Klasse zeigte Holcombe (Bild oben) dagegen eine starke Leistung und holte sich den Sieg auf heimischem Boden. Der Sherco-Fahrer gewann mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor dem Franzosen Theo Espinasse. Der Fantic-Fahrer belegte den zweiten Platz, und schaffte damit ein weiteres Punktepolster vor Brad Freeman, der die Top 3 vervollständigte. Und in der WM-knapp hinter Holcombe rangiert.
Doch der Kampf um den WM-Titel bleibt auch in der E3-Klasse noch bis zur allerletzten Sonderprüfung offen.

Nicht überzeugen konnte SuperEnduro-Weltmeister Billy Bolt: Der Brite kam bei dem Debüt nach seiner Verletzung nur auf den 27. Platz von 36 Fahrern. Besser schlug sich HardEnduro-Sportkollege Jonny Walker mit einem 19. Gesamtrang.

Bei den zwei Deutschen Fahrern lagen die Höhen und Tiefen beieinander: Jeremy Sydow ist definitiv wieder an der Spitze dabei, auch wenn er beim Prolog „nur“ als 16. gewertet wurde. Was allerdings lediglich einen Unterschied von ganz wenigen Sekunden bedeutete. Dagegen hätte er fast am Samstag Morgen den allerersten Test – eine Prüfung auf der Wiese – im Overall gewonnen: Lediglich der Brite Nathan Watson war schneller als der Deutsche gewesen. Doch ganz konnte Sydow im weiteren Verlauf nicht an diese Leistung anknüpfen, denn eine herzhafte Erkältung bremste ihn nachhaltig aus. „Dann bin ich auch noch im letzten Extremtest gestürzt,“ was ihn wahrscheinlich auch noch einmal gut 10 Sekunden und zwei Plätze gekostet hatte. So am Ende der 10. Platz in der GP-Wertung und trotzdem immer noch mit Rang 3 das Podium in der E1-Klasse.

Zufrieden war auch Junior Leon Thoms: „Die zwei großen Stürze haben mir echt viel Zeit gekostet, sonst hätte es wieder unter die Top 10 meiner Klasse gereicht.“ Im Prolog hatte er einen Kicker bekommen und stieg in der Luft vom Motorrad – vielleicht zum Glück, denn ein anderer Fahrer hatte an gleicher Stelle den Absprung nicht rechtzeitig geschafft und hatte sich dabei verletzt.

So aber konnte Thoms am zweiten Tag wieder angreifen: „Ich habe echt meinen Flow gefunden, auch wenn alles jetzt schon ziemlich ausgefahren war.“ Doch ein weiterer Sturz, nachdem er eine echte Aufholjagd begann, die dann aber auf dem 13. Platz seiner Klasse endete. „Am zweiten Tag läuft es bei mir immer besser,“ meinte der Triumph-Fahrer augenzwinkernd.

Ergebnisse 1. Fahrtag:

Enduro-GP: Hier klicken! (PDF)

    Enduro-1: Hier klicken! (PDF) (mit Sydow)

    Enduro-2: Hier klicken! (PDF)

    Enduro-3: Hier klicken! (PDF) 

Junioren: Hier klicken! (PDF) (mit Thoms )

    Junioren - 1: Hier klicken! (PDF)

    Junioren - 2: Hier klicken! (PDF) (mit Thoms )

Youth: Hier klicken! (PDF)

Damen: Hier klicken! (PDF)

    Damen-Junior: Hier klicken! (PDF)

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