
Zachary Pichon (Bild oben) war derjenige, der es am besten verstand, den Wechsel der Streckenführung zu seinem Vorteil zu nutzen, um seinen ersten Etappensieg bei diesen 6DAYS einzufahren. Der Franzose schlug Josep Garcia um 4,13 Sekunden, Brad Freeman um 6,02 und Andrea Verona um 6,34, wobei die ersten vier nach einem ganzen Wettkampftag weniger als sieben Sekunden voneinander getrennt waren.
Entscheidend war, das Garcia zwar vor Verona lag, doch der Italiener hat immer noch fast 10 Sekunden Vorsprung auf den Spanier, der die Sixdays schon fünfmal(!) in Folge gewonnen hatte.
Da am letzten Tag nur noch das Abschluss-Motocross ansteht, müsste schon etwas passieren, damit Verona soviel Zeit gegenüber Garcia verliert.
Sofern es keine große Überraschung gibt, ist Italien nur noch einen Schritt davon entfernt, seinen World-Trophy-Titel zu verteidigen. Die Italiener haben auf den Sandetappen zwar gegenüber Frankreich an Boden verloren, gehen aber mit einem komfortablen Vorsprung von zwei Minuten und 57,11 Sekunden in den letzten Tag.
Frankreich ging in die Offensive, insbesondere mit Pichon und Roussaly, während Italien es vorzog, seinen Vorsprung zu verwalten, unnötige Risiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass seine vier Fahrer den Tag unbeschadet überstanden. Verona gab am meisten Gas, vertieft in seinen persönlichen Kampf mit García um den Einzelsieg.
Dahinter behauptet Schweden den dritten Platz, mehr als zwei Minuten hinter Frankreich. Die Schweden haben sich erneut für die Beständigkeit ihrer vier Fahrer entschieden, wobei Axel Semb zu den herausragendsten gehört, und behalten einen Vorsprung von einer Minute und 16 Sekunden vor Spanien.

Bei der Junioren-Weltmeisterschaft verfolgte Italien praktisch denselben Plan wie die Landsleute in der A-Nationalmannschaft. Alberto Elgari, Manuel Verzeroli (Bild oben) und Kevin Cristino entschieden sich für einen risikofreien Tag, da sie sich des deutlichen Vorsprungs bewusst waren, den sie in den ersten vier Tagen herausgeholt hatten.
Obwohl die Vereinigten Staaten heute 46 Sekunden gutgemacht hatten, verfügen die Italiener weiterhin über einen Vorsprung von zwei Minuten und 50 Sekunden – auf dem Papier mehr als genug, um den letzten Tag gelassen anzugehen.
Das amerikanische Trio aus Cooper Jones, Toby Cleveland und Jason Tino liegt auf dem zweiten Platz, während Spanien mit fast zwei Minuten Rückstand auf die Amerikaner weiterhin Dritter bleibt.
Ein Ergebnis, das für das spanische Team historisch wäre, das mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf seine Verfolger, die Tschechische Republik und Australien, in den letzten Tag geht.

Andrea Verona mit der KTM auf dem Weg zur Titelverteidigung und seinem ersten Einzelsieg bei den 6DAYS?
Auch keine Überraschungen in der Damen-Trophy, wo Brandy Richards (KTM), Korie Steede (Husqvarna) und Rachel Gutish (Rieju) die USA mit einem Vorsprung von fünf Minuten und fünf Sekunden vor Australien an der Spitze der Gesamtwertung halten. Vor allem Richards wird ihrem Ruf als allerschnellste Dame wieder einmal gerecht. (diesen Satz könnte man eigentlich jeden Tag genauso schreiben)
Frankreich behält den dritten Platz, liegt nun jedoch mehr als 50 Minuten hinter den Führenden, während Neuseeland und das gemischte Team Lateinamerika kann auf 5 vorrücken, da bei den Chileinnen Belen Norambuena ausgefallen ist.
So ist nur noch Canada auf dem sechsten Platz mit vollständiger Besetzung dabei.

Das Club-Team Nordbayern mit Luca Wiesinger, Sven Marker und Petr Krivanek verbessert sich um einen Rang auf den 13. Platz. Und genauso das Team vom ADAC Nordbaden, das sich zwei Plätze nach vorne auf den 22 Rang vorkämpft. Das Team DMV bleibt auf dem 75 Platz hängen.
Nach heftigen Problemen in der zweiten Sonderprüfung war Marco Pfeifer auf den 437. Platz zürckgefallen. Bester Deutscher Fahrer war deshalb Luca Wiesinger auf dem 48. Platz vor vor Martin Werz auf dem 73. Platz
Alle Ergebnisse nach dem fünften Fahrtag:
Trophy: Hier klicken! (PDF)
Junior-Trophy: Hier klicken! (PDF)
Damen-Trophy: Hier klicken! (PDF)
Clubteams: Hier klicken! (PDF)
Samstag wird ein neuer Tag – Es geht rund 60 km nach Sines ans Meer, wo das Abschlusscross direkt am Strand gefahren wird. Start des ersten Rennens ist um 10:00 Uhr Ortszeit, entspricht 11:00 Uhr in Deutschland.
Zum Live-Timing kann man entweder die Sportity-app auf dem Smartphone nutzen oder über den Browser direkt zum Livetiming gehen: Hier klicken! (LINK)
Wem das nicht reicht, der kann sogar live-Bilder, direkt bei www.FIM-MOTO.TV sehen. Dort gibt es eine tägliche Berichterstattung von den Sonderprüfungen sowie Interviews direkt aus dem Fahrerlager.



