
Jeremy Sydow über den Dächern von Großlöbichau
Der Tagessieg ging wieder einmal an Jeremy Sydow – Der Triumph-Fahrer probierte aber in der ersten Runde neue Spuren aus: „Ich bin erstmal Innen gefahren, doch das war nicht so schnell. Ab der dritten Runde habe ich dann die Anlieger außen genommen, das war doch schneller.“ Dazu kam Sydow im Extremtest noch kurz von der Strecke ab, was ihn dort auch wenige Sekunden kostete.

Die allererste Sonderprüfung, der abgetrocknete Crosstest auf dem Stoppelfeld, gewann Luca Fischeder (Bild oben): „Beim Aufwachen habe ich mich erst noch gefühlt, als ob mich ein Zug überfahren hätte,“ kommentierte er seinen Gesundheitsstand. "Aber dann ging es und ich konnte sogar ein wenig pushen.“ Am Ende der zweite Platz nur 23 Sekunden hinter Sydow ist eine beachtliche Leistung für den angeschlagenen Fischeder. Der will sich jetzt erst einmal bis zum EM-Lauf in Spanien schonen, wo er in der Gesamtwertung in Führung liegt. "Da will ich den Overall-Titel holen!"

Erneut der dritte Platz für den Gaststarter Henry Strauß (Bild oben), auch wenn der sich immer noch nicht zum klassischen Enduro hingezogen fühlt: „Immerhin weiß ich schon mal wo ich stehe,“ meinte er augenzwinkernd.
Tatächlich aber war die Strecke im Vergleich zum Vortag trotz des nächtelichen Nebels deutlich abgetrocknet (und teilweise sogar knüppelhart). Das machte meist nur eine einzige Spur möglich, die dann alle Teilnehmer fuhren und deshalb kam es auch zu wenig großen Zeitunterschieden. Am Vortag war die Spurwahl noch deutlich anspruchsvoller.
Leider fand die Veranstaltung ein vorzeitiges Ende: Ein Massenunfall in der Region benötigte alle verfügbaren Rettungskräfte und ohne Sanitäter konnte der Wettbewerb nicht fortgesetzt werden. Deshalb wurde nach der letzten Prüfung gewertet, die noch alle Fahrer absolviert hatten – nach 10 von eigentlich 15 geplanten Prüfungen. Einer war allerdings froh darüber: Leon Thoms hatte seine Triumph in deM nachfolgenden Endurotest sprichwörtlich den Hang hinab versenkt. „Das hat mich zwei Minuten gekostet, weil diese Prüfung aber nicht mehr gewertet wurde, hat es doch noch für den zweiten Platz in der E2 gereicht,“ freute sich der Norddeutsche anschließend.
Nicht ins Ziel kam Hannes Lehmann, der noch in Meltewitz so überzeugt hatte: Doch der verletzte sich bei einem Sturz so heftig das Knie, dass ein Bänderriß befürchtet wird.
Nicht im Ziel auch Andi Beier: Der machte den Service an seinem Motorrad nicht im Service-Bereich, sondern direkt an seinem Wohnmobil – zwar richtig mit einer Tankmatte, doch das führte trotzdem zur Disqualifikation. Ausgerechnet nachdem der KTM-Fahrer am ersten Tag zu seiner alten Stärke zurückgefunden hatte und mit dem fünften Platz am ersten Tag auch gleichzeitig den zweiten Platz in der E2-Klasse belegt hatte.

Das Siegerehrungs-Foto diesmal mit den Mannschaften, das Sachsen (Mitte mit Fischeder,Sydow, Hübner) vor Niedersachsen/Sachsen Anhalt (links von Zitzewitz, Hoffmann, Lofquist) und Nordbayern (rechts mir Spachmüller Müller und Stradtner). Das Besondere daran ist nicht das Ergebnis, sondern, dass tatächlich alle neun Fahrer bei der Siegerehrung anwesend waren – was so selten ist, dass wir direkt das Foto ausgewählt haben. Außerdem wäre das Foto vom Championat mit den gleichen Fahrern gewesen, wie am ersten Tag
Ergebnisse:
int. Enduro-Championat: Hier klicken! (PDF)Enduro-1: Hier klicken! (PDF)
Enduro-2: Hier klicken! (PDF)
Enduro-3: Hier klicken! (PDF)
Junioren: Hier klicken! (PDF)
Junioren-2: Hier klicken! (PDF)
Nationale Klasse: Hier klicken (PDF)
Meisterschaftsstände (nach 5 von 7 Tagen)
int. Enduro-Championat: Hier klicken! (PDF)Enduro-1: Hier klicken! (PDF)
Enduro-2: Hier klicken! (PDF)
Enduro-3: Hier klicken! (PDF)
Junioren: Hier klicken! (PDF)
Junioren-2: Hier klicken! (PDF)

Der Endurotest ging teilweise mitten durch den Wald



