Luca Fischeder kam erneut in Sichtweite des Sherco-Piloten, hatte aber zwei kleinere Ausrutscher in den Prüfungen, weshalb sein Abstand erneut auf über 50 Sekunden angewachsen war.
Wie schnell die beiden deutschen WM-Fahrer aber sind, zeigt sich, dass der Abstand zum Drittplatzierten Matyas Chlum eine weitere Minute beträgt.

In Dahlen zwei Tage ungeschlagen: Sherco-Pilot Jeremy Sydow
In der E3-Klasse bahnte sich eine kleine Sensation an: Junioren-Meister und Aufsteiger Leon Thoms fuhr bis zur vorletzten Sonderprüfung hinter Fischeder und Chlum auf den dritten Platz. Doch auf der letzten Etappe beschädigte er sich seinen Kupplungsdeckel so stark, dass er die letzte Prüfung verpasste, weil er nicht mehr weiterfahren konnte!
So erbte Chris Gundermann den dritten Rang und stand erneut auf dem Podium. Dabei hatte er sich gleich in der ersten Sonderprüfung des Tages bei einem Sturz heftig den Oberschenkel geprellt, wie man auch noch auf seinem Fußweg zum Siegespodest sehen konnte. Weil er dieses jahr arbeitstechnisch nicht so frei planen kann, wird er diese Saison wahrscheinlich nur noch wenige DEM-Läufe bestreiten.
Der angeschlagene Tristan Hanack, fuhr auf den fünften Tagesrang hinter den Schweden Martin Larsson und liegt in der Meisterschaftswertung auf dem dritten Platz.

Während ganz vorne die Plätze fest vergeben schienen, wurde es dahinter noch spannend: In der E2-Klasse hatte zunächst der Schwede Franz Löfquist die Führung übernommen. Doch Eddi Hübner (Bild oben) blieb konstant schnell und beide kämpften auf Augenhöhe. Am Ende konnte Hübner wieder vorbeigehen und sich mit 12 Sekunden Vorsprung den nächsten Klasen-Sieg sichern.
40 Sekunden dahinter kam dann Robert Riedel, der allerdings auch in der ersten Runde schon mal die Crossprüfung am Buchberg gewonnen hatte.
Hübner, Löfquist und Riedel allerdings hintereinander im Championat auf den Plätzen vier bis sechs.
Erneut waren in den verschiedensten Klassen wieder zahlreiche Schweden im Rahmen derer Saisonvorbereitung am Start. Aber vielleicht hat sich durch die Teilnahme von Franz Löfquist die Deutsche Meisterschaft auch in Skandinavien schon einen Namen gemacht.
Einer der Schweden war der Beta-Fahrrer Edvin Wiberg: Der gewann an diesem zweiten Tag die Junioren-Klasse und baute seinen Meisterschafts-Vorsprung vor SuperEnduro-Europameister Fynn Hannemann weiter aus.
Anders als am Vortag wurde diesmal auf der Strecke durch die Schlammlöcher gefahren, was für vergleichsweise Unmut bei Fahrern und Teams sorgte - schließlich meinte man, dass man am ersten Tag ja schon gezeigt hatte, dass man da auch gut vorbei fahren könne.
Doch Schlammpassagen haben eine lange Tradition in Dahlen und es sind vergleichsweise heutzutage nur noch sehr kurze Abschnitte voller Matsch.

Wie sich die Bilder gleichen (zu Gestern), die Top-3 des Tages: Luca Fischeder, Jeremy Sydow, Matyas Chlum
Ergebnisse:
int. Enduro-Championat und alle Klassen: Hier klicken! (PDF)Meisterschaftsstände:
int. Enduro-Championat: Hier klicken! (PDF)
Enduro-1: Hier klicken! (PDF)
Enduro-2: Hier klicken! (PDF)
Enduro-3: Hier klicken! (PDF)
Junioren: Hier klicken! (PDF)
Junioren-2: Hier klicken! (PDF)
Deutscher Enduro-Cup

Erneut gewann der Neueinsteiger, der Sieger von Itterbeck, Luca Reinhold (Foto oben: Der KTM-Fahrer auf dem Erzgebirge gewann fast alle Prüfungen. In der letzten Runde musste er allerdings zwei Tests an den Quereinsteiger Lukas Riedißer (Bild oben) abgeben.
Der Cross-Fahrer Riedißer ist durch seine Freundin Larissa zum Enduro gekommen und zum ersten Mal in Kempenich mit deren 125er angetreten. Trotz des Regens hatte es ihm wohl soviel Spaß gemacht, dass er sich eine eigene Enduro gekauft hatte und die komplette Saison bestreiten will.
Ergebnisse
Deutscher Enduro-Cup (alle Klassen): Hier klicken! (PDF)Meisterschaftsstand (B-Championat): Hier klicken! (PDF)
Alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände auf der DEM-Homepage: Hier klicken! (LINK)
Mit der Halbzeit geht die Deutsche Enduro-Meisterschaft jetzt in die Sommerpause: erst am 7. September findet der nächste Lauf in Waldkappel statt.

Davide on Zitzewitz wurde wieder schnellster 125er-Fahrer aller Klassen: Rang 10 in der Championatswertung und der zweite Platz in der E1-Wertung. Damit tritt Zitzewitz beim nächsten Wettbewerb wieder mit einem anderen Motorrad an, denn sein Ziel für diese Saison ist, jeden Wettbewerb mit einem anderen Motorrad zu bestreiten. "Und mit der 450er bin ich ja schon lange und oft genug gefahren. Da muss noch was anderes kommen," erklärte der Norddeutsche augenzwinkernd.

Pechvogel des Tages: Statt aufs Podium zu springen (wie hier über einen Schlamm-Graben), fiel Leon Thoms aus.