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KTM-Fahrer Kornel Nemeth holte sich den GCC-Titel 2009

Das Wetter war mit der GCC: Nachdem im letzten Jahr das Finale an gleicher Stelle vor Regen fast abgesoffen wäre, wärmte die Sonne Zuschauer und Fahrer gleichermaßen - und sorgte für den enstprechenden Staub. Zum Glück war immer ein wenig Wind zu verspüren, dass es nicht zu einem undurchsichtigen Nebel wurde.

Vom Start weg her hatte Kirssi die Führung übernommen und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Dahiner war zunächst Nemeths Teamkollege Andreas Boller auf dem zweiten Platz, doch schon nach einer Runde hatte sich das Blatt gewendet und Nemeht hatte die Position als erster Verfolger eingenommen.
Dahinter ließ Antoine Letellier nicht lange auf sich warten.
Dann der Boxenstopp, der für Kirssi das Aus bedeutete: Nach der Diagnose drehte der Finne noch eine Runde, während das Team eine Reparaturmöglichkeit überlegte, doch tatsächlich war dem Motorad auf die Schnelle nicht zu helfen.
So führte plötzlich Nemeth, verfolgt von Letellier. Beim Boxenstopp konnte Letellier kurzzeitig die Führung übernehmen, doch als der Franzose selbst zum Tanken musste, ging Nemeth wieder vorbei.

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Der erste Tagessieg für Aprilia-Fahrer Antoine Letellier, der fast das Zünglein an der Waage geworden wäre.

Danach passierte das, was Nemeth schon vor dem Lauf befürchtet hatte: "Letellier ist ein schneller Fahrer und wenn die Aprilia hält wird es schwer werden."
Tatsächlich schien die italienische Diva sich diesmal von der besten Seite zeigen zu wollen: Weder der französische Fahrer, noch das Motorrad zeigten Schwächen und konnten schießlich an Nemeth vorbei gehen.
Der aber behielt die Nerven, denn er wusste, das ihm ein zweiter Platz am Ende für die Meisterschaft reichen würde -
Doch von hinten drückte Nicolas Deparrois: Der zweite Franzose lieferte auf der GasGas vom Team Kadelack eine ähnlich brillante Leistung ab, wie sein Landsmann auf der Aprilia.
Einige Male kam er Nemeth ziemlich nahe, doch der konnte den Abstand immer halten.
Mit dem zweiten Tagesrang lag Nemeth nach der Punktevergabe gleichauf mit Kirssi: Beide hatten nun 135 Punkte - der Abzug des Streichergebnisses bereits berücksichtigt.
Gemäß Ausschreibung zählte dann der bessere letzte Lauf - und das war genau dieses Finalrennen, bei dem Nemeth deutlich besser abgeschnitten hatte und sich den Titel holte.

Auf dem vierten Tagesrang am Ende Christian Weiß auf der TM. Er konnte schon zur Halbzeit kampflos an Andreas Boller vorbeigehen. Der hatte mit Kupplungsproblemen zu kämpfen, weil seine Hydraulikflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter ausgelaufen war.

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Pro Lite
Deutlich unter Wert geschlagen wurden die beiden Führenden in der Pro Lite-Klasse, Daniel Weiß und Jürgen Freitag.
Allen vorweg fuhr Lokalmatador Marcel Butzin, der nicht nur von seiner Streckenkenntnis profitierte.
Einziger Mann in seiner Runde war am Ende Derrick Görner auf der Husaberg, alle anderen Fahrer hatte Butzin überrundet.
Zuletzt war Freitag knapp vor Weiß und gewann damit die Meisterschaft: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn der neue Meister muss zu den "Pro" aufsteigen. 

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Gesamtsiegerehrung mit Andreas Boller (links, Platz 5) - Simo Kirssi (2. von links, Platz 2) - Meister Kornel Nemeth (Mitte) - Nicolas Deparrois (2. von rechts im roten GasGas-Shirt Platz 3) - und dem besten Deutschen Christian Weiß (ganz rechts - Platz 4)


Vor über 1000 Zuschauern feierte die German Cross Country Serie die Sieger und sich selbst:
Alle Wild-Childs und alle Beginners, die einen Punkt im Verlauf der Saison eingefahren hatten, wurden auf der Bühne mit Pokalen belohnt.
Und darüberhinaus gab es für die Sieger und Platzierten der einzelnen Klassen hochwertige Sachpreise.