roczen a1 2026

Ken Roczen hat mal wieder einen sehr guten Einstand in die neue Saison abgeliefert. Der Publikumsliebling ist dafür bekannt, dass er gut aus dem Gatter kommt, wenn die anderen nervös sind. Dass ihm der Supercross-Auftakt liegt, hat er 2014 als Rookie, und dann 2015, 2017 und 2022 jeweils als Sieger bewiesen.

Letztes Jahr war er Zweiter hinter Chase Sexton, genau wie am Samstag, als er sich einem überraschend starken Eli Tomac geschlagen geben musste.

Roczen hatte seinen Dauerrivalen die ganze Zeit im Blick, die beiden Routiniers enteilten dem Feld deutlich. Am Ende holte sich "ET3" seinen 54. Supercross-Sieg in der 450ccm Königsklasse. Tomac baute Platz zwei in der ewigen Bestenliste damit aus. Roczen jubelte über sein erstes Podium seit Philadelphia (12.04.2025).

Ken Roczen: "Während des gesamten Finals, die 20 Runden, hatte ich das Gefühl, es ging mit meinem Abstand hin und her. Ich holte immer wieder etwas auf, und dann war er wieder besser. So ging es die ganze Zeit, und das hat mich ziemlich genervt. Denn jedes Mal, wenn ich ein bißchen näher kam, hoffte ich, dass ich das Momentum nutzen kann. Aber leider hat es nicht geklappt."

"Ich habe großes Vertrauen in mein Motorrad. Ich finde, es funktioniert für mich persönlich richtig gut. Und ich denke, letztendlich liegt es daran, dass ich monatelang nichts verändert habe und es unter verschiedensten Bodenbedingungen gefahren bin. Es kann immer etwas passieren, man kann stürzen, unvorbereitet erwischt werden, aber im Großen und Ganzen kenne ich das Bike einfach."

Suzuki-Star Roczen hat bekanntlich auf einen möglichen dritten Titel in der FIM Supercross-WM verzichtet, und die Rennen in Schweden und Süafrika sausen lassen. Wer jetzt dachte, Roczen habe wie verrückt getestet, um das Motorrad für Anaheim und die Saison 2026 zu perfektionieren, täuscht sich. Das Gegenteil ist der Fall.

"Ich fahre einfach"

"Ich habe buchstäblich nach Daytona (Sieg am 01.03.25) keine einzige Einstellung mehr geändert, habe nichts angerührt. Ich will da kein Durcheinander reinbringen. Ich kenne alles einfach sehr gut. Wir versuchen immer zu testen, so als ob wir was im Kopf hätten, und dann denke ich: ´Nein, ich fahre einfach.‘ Denn wie gesagt, ich bin damit auf harten Böden, Sand, Lehm gefahren, das spielt keine Rolle. Auf anderen Untergründen könnte es manchmal besser sein, vielleicht, aber ich mache mir dann Sorgen, etwas aus dem Lot zu bringen. Meine Fahrweise zeigt, dass das Bike gut genug ist, um zu siegen."




Es geht Schlag auf Schlag weiter auf der AMA Supercross Tour: 17.01. San Diego, 24.01. Anaheim, 31.01. Houston, 07.02. Glendale, 14.02. Seattle.

Letztes Jahr startete Roczen mit den Ergebnissen 2-4-2-3 in die Saison - seine Fans hoffen auf ähnliche starke Fahrten in den kommenden Wochen.


Foto: Chase Lenneman