Despres, 29 Jahre alt, startete die vierte Etappe als Vierter heute Morgen
und nahm seine KTM 66o hart her, um die drei Hauptgegner im Griff zu halten.
Der Franzose vergrößerte sogar seine Vorsprung auf den Südafrikaner Alfie
Cox auf 9.20 Minuten und sieht sich in einer starken Position den FIM Titel
Cross Country morgen zu gewinnen.
"Ich musste schon eine harte Gangart gehen um an Alfie dranzubleiben," sagte
Despres am Etappenziel. "Er ist ein starker Fahrer als alter Mann ! Es war
heute wieder eine starke physische Belastung. Sehr hart für den Körper."
Hinter Despres fuhr der Pole Marek Dabrowski eine starke Etappe und wurde
Zweiter auf der sicher schwierigsten Etappe der vergangenen vier Tage. Der
Zweitplacierte Alfie Cox wurde heute dritter.
Der Franzose Paul Rivet ist der beste Nicht-KTM Fahrer als Zwölfter auf
einer Honda. Das bestplacierte Quad am Start der Etappe war der Holländer
Sebastian Husseini auf einer Yamaha als siebzehnter. Er wird verfolgt von
Atif Ahmed Al-Karim Al-Zarouni aus den UAE auf einer Honda.
Bei den Allradlern meldete sich der noch amtierende Champion Jean-Louis
Schlesser zurück im Kampf um die WM Krone mit der schnellsten Etappenzeit.
Allerdings muss er irgendwie einen Weg an Stephane Peterhansel vorbeifinden,
gleichzeitig aber auch auf Pech bei seinem Hauptkonkurrenten Carlos SOusa
hoffen. Dieser darf in seiner Rechnung nicht ins Ziel kommen. Sousa tat Ihm
beinahe den Gefallen; nach einem Überschlag verlor er 16 Minuten, bleibt
aber auf dem dritten Platz in der GEsamtwertung. Seiner belgischer Rivale
Gregoire de Mevius fiel mit Kupplungsproblemen auf den vierten Platz zurück.
"Es war eine sehr harte Etappe," sagter Schlesser. " Es gab kaum Gelegenheit
zum Vollgasfahren. Es gab viele Löcher und schwierig zu sehende GPS-Punkte.
Ich folgte eine Zeitlang Stephane Peterhansel über 100 km, dann stoppte
dieser kurz wegen seiner Reifen - danach folgte er mir auf 80 km."
Peterhansel selbst blieb zweimal im weichen Sand stecken un d verlor über 15
Minuten und sieht die Rallye als noch nicht entschieden. " Ich bin noch
nicht sehr überzeugt, da wir bei den letzten drei Rallies in diesem Jahr
(Dakar, Italien und Tunesien) immer deutlich vorne lagen und am letzten Tag
regelemäßig das Pech zuschlug", sagte der Franzose.
Die Deutsche Andrea Mayer kommt immer weiter nach vorne und ist auf dem
besten Weg zu Ihrem besten Ergebnis der Karriere. So stoppte heute zweimal,
um Teamkollegen zu helfen und erreicht trotzdem bereits den fünften Platz in
der GEsamtwertung.
Auf dem Vormarsch ist auch ein weiteres deutsches Team, Amadeus Matzker
erreichte mit seinem Landrover mittlerweile den siebten Platz in der
Gesamtwertung.
Der Italiener Miki Biasion war nach einer Rolle mit seinem Mitsubishi Pajero
Evolution nach 30 km zur Aufgabe gezwungen. Das Fahrzeug war zwar o.k. aber
er zog sich schmerzhafte Rippenverletzungen zu und stoppte die Weiterfahrt.
Nissan litt unter einer seltsamen Krankheit der Antriebswellen, das den
möglichen Weg zum Sieg von Ari Vatanen und Giniel de Villiers stoppte. Die
Fahrzeuge wurden über Nacht wieder repariert und das Duo startete zu
Testzwecken zur Etappe.Aber bereits nach 55 km hatte Vatanen erneut
Probleme.
Bei den T4 LKW kassierten allle 4 Starter am Mittwoch die Maximalzeit der
Etappe. Die drei führenden Kamaz liegen aber nur weinge Sekunden
auseinander.
"Es war bisher ein grossartiges Rennen und möchte allen von meinem Team für
die viele Arbeit danken," sagte Mohammed Ben Sulayem, der
Organisationsleiter der Rallye. " Die UAE Desert Challenge macht ihrem Namen
alle Ehre und ist ein richter Test für Mensch und Maschine und für beide
Profis und Amateure. Es ist alles vorbereitet für ein aufregendes Finale in
Dubai am Freitagnachmittag um 16.00 Urh Ortszeit."
Morgen (Freitag) ist der letzte Tag der UAE Marlboro Desert Challenge 2003
mit zwei Sonderprüfungen zwischen Liwa und dem Ziel in Dubai. Die erste
Etappe führt über 202 km, die zweite nochmals über 191,25 km. Eine kurze
Verbindungsetappe bringt die Teams dann ans Ziel im Dubai International
Marine Center, Mina Seyahi um 16.00 Urh nachmittags.

Positions nach Etappe 3 - Motorräder (unofficial)
1. Cyril Despres (F), KTM 660 Rally, 12h 27m 46s
2. Alfie Cox (ZA), KTM, 12h 37m 06s
3. Marek Dabrowski (PL), KTM 660 Rally, 12h 38m 51s
4. Jacek Czachor (PL), KTM 660 Rally, 12h 49m 46s
5. Pal-Anders Ullesvalseter (N), KTM Rally, 13h 03m 07s
6. Dave McBride (UAE), KTM, 13h 05m 51s
7. Andy Caldecott (AUS), KTM 660 Rally , 13h 10m 41s
8. Francois Flick (F), KTM Replica, 13h 23m 32s

Platzierungen auf Prüfung 3 - Motorräder (unofficial)
1. Cyril Despres (F), KTM 660 Rally, 4h 32m 22s
2. Marek Dabrowski (PL), KTM 660 Rally, 4h 36m 34s
3. Alfie Cox (ZA), KTM, 4h 38m 22s
4. Jacek Czachor (PL), KTM 660 Rally, 4h 40m 30s
5. Dave McBride (UAE), KTM, 4h 43m 32s
6. Pal-Anders Ullesvalseter (N), KTM Rally, 4h 47m 05s