Am zweiten Tag beim sechsten und vorletzten Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft im französischen Staint Agreve konnte Josep Garcia seinen Titel in der E1-Klasse und im GP-Championat vorzeitig verteidigen.
Und auf der Strecke hatte der Spanier noch eine Schippe draufgelegt und kämpfte mit Lokalmatador Zachary Pichon um Sekunden -

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Dabei hatte Pichon in gewohnter Manier erst einmal die Führung übernommen. Dann allerdings hatte der Franzose einen heftigen Sturz im Extremtest, der ihn kurzzeitig hinter Garcia auf den zweiten Platz zurückwarf. Mit sechs Sekunden Vorsprung ging es dann eine Runde später wieder in den Endurotest, wo Pichon erneut stürzte und diesmal sogar 13 Sekunden verlor. So hatte der Spanier nach zwei der drei Runden einen Vorsprung von knapp über sieben Sekunden. Pichon aber gewann den folgenden  Crosstest und Endurotest kam aber nur auf 1,31 Sekunden an Garcia heran. Damit wurde die letzte Prüfung, der Extremtest zur Entscheidung: Zunächst fuhr Pichon fehlerfrei und Bestzeit, dann startete Garcia und fuhr noch einmal eine halbe Sekunde schnell und gewann den Tag mit 1,86 Sekunden Vorsprung!

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Lokalmatador Zach Pichon strauchelte zweimal im Extremtest

Dass er mit dem Tagessieg auch seine beiden WM-Titel vorzeitig verteidigte hatte mit seinem Duell mit Pichon wenig zu tun: Tatsächlich war es in der E1-Klasse fast schon zu erwarten, dass er schneller als der Rest fahren würde. Aber in der GP-Wertung kam ihm zupass, dass sein KTM-Teamkollege Andrea Verona überhaupt nicht gut zurechtkam. Der Italiener ist jetzt im gleichen Teamzelt wie Garcia und nicht mehr die absolute Nummer 1 bei GasGas – und dann hat er noch das Motorrad gewechselt, fährt eine 450er statt der bisherigen 350er. Alles zusammen hatte an diesem Sonntag nicht gepasst, auch wenn Verona zwischendurch immer wieder zeigt, dass er das Motorradfahren ja nicht verlernt hat, wie beispielsweise mit seinem gestrigen Sieg in der letzten Prüfung! Durch seine Siege an den beiden Tagen ist allerdings Pichon jetzt dem Italiener schon bis auf sechs Punkte in der Meisterschaft herangekommen. Dabei kam ihm Sherco-Fahrer Hamish Macdonald zu Hilfe, der an diesem Tag vor Verona lag: „Ich bin leider in der ersten Runde in jeder Prüfung gestürzt. Aber dann wurde ich immer besser,“ freute sich der Neuseeländer, der ja auch schon in Deutschland erfolgreich am Start war. „Am meisten freue ich mich, dass ich Jeremy (Sydow) geschlagen habe,“ meinte er augenzwinkernd, weil er den Deutschen ja noch aus der Sherco-Zeit kennt.

Der dritte Mann auf dem GP-Podium war wieder einmal Steve Holcombe auf der Sherco, der damit auch seine Führung in der E3-Klasse um weitere 3 Punkte vor Brad Freeman auf der Beta ausbauen konnte.

Wie eng aber die Teams und Fahrer beieinander sind, zeigt sich vielleicht auch in der Tatsache, dass unter den ersten 10 Fahrern im Championat auch sieben verschiedene Marken aus allen Hubraumklassen sind

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Bei den vier Deutschen Fahrern lagen die Höhen und Tiefen beieinander: Jeremy Sydow (Bild oben) ist definitiv wieder an der Spitze, auch wenn er diesmal nicht komplett abliefern konnte: zwischendurch einmal 3. und 4. beste Zeit aller Klassen, dann aber auch wieder heftige Stürze im zweiten und dritten Endurotest: „Ich bin aber weich gefallen und habe mich nicht verletzt,“ versuchte der Fahrer das Beste aus der Situation zu machen.
Am Ende dann als bester Triumph-Pilot dann auf dem neunten GP-Rang und Platz zwei in der E1-Wertung (direkt hinter Weltmeister Garcia).

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Bei Luca Fischeder (Bild oben) lief es nicht besser als am ersten Tag, trotzdem kämpfte sich der Sherco-Fahrer ins Ziel. „In diesem Wochenende war der Wurm drin, da hat nichts funtioniert.“ Was wohl für Motorrad und Fahrer gleichemaßen gilt, zumal er am Abend im Ziel „einfach nur platt“ war. Vielleicht hat das was damit zu tun, dass der Team-Kollege vorzeitig aufgeben musste, weil er mit heftigem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen hatte und der Teamchef selbst mit gleicher Erkrankung den ganzen Tag nur im Auto gelegen hatte.

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Sein bestes WM-Ergebnis fuhr Leon Thoms ein: Er hatte noch eine höhere Sitzbank montiert und dazu passend den Lenker verstellt. Danach fühlte sich der groß gewachsene Fahrer deutlich sicherer und stürzte auch nicht mehr. Der Lohn war der 15. Platz aller Junioren und sogar der 8. Rang in der Junioren-2-Klasse! „Da geht aber noch was,“ machte er gleich seinen eigenen Anspruch deutlich…

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Ähnlich wie Fischeder (siehe oben) war auch Gerry Dittmann am Sonntag Abend schwer angeschlagen (aber vielleicht aus andern Gründen): „Ich bin so kaputt, das ist nicht normal.“ Er meint, dass so ein WM-Lauf doch deutlich anspruchsvoller und deshalb anstrengender sei, als die EM. Wobei man auch entschuldigend sagen muss, dass die Strecke auf dem trockenen Boden auch extrem ausgefahren war. 

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Das Bild kommt diesmal nicht vom Podium, obwohl es Jeremy Sydow durchaus verdient hätte noch einmal neben dem alten und neuen Weltmeister Josep Garcia gezeigt zu werden – diesmal ist es das Team des GP-Titelverteidigers – war allerdings auch Garcia ist!

Ergebnisse 2. Fahrtag


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    Enduro-1: Hier klicken! (PDF) (mit Sydow)

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    Enduro-3: Hier klicken! (PDF) (mit Fischeder)

Junioren: Hier klicken! (PDF) (mit Thoms und Dittmann)

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Meisterschaftsstand (nach 12 von 14 Tagen)

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Der nächste Lauf, das Finale, findet vom 7. bis 9. August in Wales / Rhayader statt