Joe Lechner riskiert wieder Sandköpfler in Le Touquet

Totgesagte leben länger! Eigentlich war das Ende eines mit über 1.000 Motorradfahrern und gigantischen 450.000 Zuschauern größten Endurorennens der Welt schon besiegelt. 2005 sollte die „Enduro du Touquet“ an der französischen Atlantikküste zum letzten Mal stattfinden. Aber das Sandmartyrium geht weiter: Von 3. – 5. Februar quälen sich wieder über 1.000 waghalsige Motorradpiloten durch den mörderisch tiefen Sand der 14 Kilometer langen Strecke. Auch Enduro-Aushängeschild Joe Lechner gibt sich das Spektakel neuerlich und riskiert schwere Köpfler in diemannshohen Sandwellen. Platz 6 in der Klasse 250/4-Takt und damit bester Nicht-Franzose undRang 127 in der Gesamtwertung brachte für Lechner schon 2005 ein absolutes Top-Ergebnis. „So ein Strandrennen hat ganz eigene Gesetze. Die Franzosen lassen sich sowieso nicht die Butter vom Brot nehmen, das Stockerl daher von vornherein fix vergeben. Und dahinter bluten sich die restlichen gut Tausend in den drei Stunden fürchterlich aus. Das Rennen ist hart, aber die Stimmung von über 400.000 Zuschauern unbeschreiblich“, schwärmt Lechner. Der Yamaha-Pilot wird auch in Le Touquet seiner 4-Takt WR 250 die Treue halten und nicht auf einen leichteren 2-Takter umsteigen. Daswichtigste sei ohnehin eine beherzte Gas-Hand: „Hahn auf, sonst kommt man kaum durch den knietiefen Sand. Aber mit Vollgas geht’s recht flott“, freut sich der Oberösterreicher auf sein Sandabenteuer.